Hosenruck (Transkription Nr. 895)

Schulort Hosenruck
Konfession des Orts: Reformiert
Signatur der Quelle: BAR B0 1000/1483, Nr. 1463, fol. 378v-379v
Standort: Bundesarchiv Bern
Kanton 1799: Thurgau
Distrikt 1799: Tobel
Agentschaft 1799: Hosenruck
Kirchgemeinde 1799: Welfensberg
Ort/Herrschaft 1750: Gemeine Herrschaft Thurgau (Gerichtsherrschaft der Stadt St. Gallen)
Kanton 2015: Thurgau
Gemeinde 2015: Wuppenau
In dieser Quelle werden folgende 2 Schulen erwähnt:

Dritte Schuhl, Zu Hosenruk.

I. Lokal-Verhältnisse.
I.1Name des Ortes, wo die Schule ist.

Hosenruk

I.1.aIst es ein Stadt, Flecken, Dorf, Weiler, Hof?

Ein dorff

I.1.bIst es eine eigene Gemeinde? Oder zu welcher Gemeinde gehört er?

Zu der gemeind Schohnholzersweilen

I.1.cZu welcher Kirchgemeinde (Agentschaft)?

Zu deren Zu Hosenruk, und Welffensberg

I.1.dIn welchem Distrikt?

Zu dem District Tobel

I.1.eIn welchen Kanton gehörig?

Zu dem Canton Thurgeü

I.2Entfernung der zum Schulbezirk gehörigen Häuser. In Viertelstunden.

Nur eine kleine 1/4 stund

I.3Namen der zum Schulbezirk gehörigen Dörfer, Weiler, Höfe.

Hosenruk das dorff selbst District Tobel daraus 15 Kinder
Waldwies ein Hof im gleichen District entfehrnt 1/2 vtl stund Kinder daraus 3.

I.3.aZu jedem wird die Entfernung vom Schulorte, und
I.3.bdie Zahl der Schulkinder, die daher kommen, gesetzt.
I.4Entfernung der benachbarten Schulen auf eine Stunde im Umkreise.

Leuthenek entfehrnt 1/4 Stund
Hagenweil entfehrnt 1/2 Stund
Schohnholzersweilen entfehrnt 1 Stund

I.4.aIhre Namen.
I.4.bDie Entfernung eines jeden.
II.10Sind die Kinder in Klassen geteilt?

Nein, sie sizen an einem tisch.

II. Unterricht.
II.5Was wird in der Schule gelehrt?

Buchstabiren, lesen, Schreiben, geschribnes leßen auswendig lehrnen, ¢2373¢¢ 2 mall in der woche Nachts, gesang ¢/2373¢¢

II.6Werden die Schulen nur im Winter gehalten? Wie lange?

||[Seite 2] Nur im Winter 16 Wochen.

II.7Schulbücher, welche sind eingeführt?

Nammenbüchli, Zuricher Catechismus, das Waserische bischofzeller Schuhlbüchli, Zeugnisbuch, N Test Psalmenbuch, die fertigen bringen zeitungen, und geschribnes.

II.8Vorschriften, wie wird es mit diesen gehalten?

Der Schuhlmeister verfertiget solche, nach den Schreibbegriffen der Schuhleren.

II.9Wie lange dauert täglich die Schule?

Sechs Stunden, des Vormittags 3. und Nachmittag 3

III. Personal-Verhältnisse.
III.11Schullehrer.
III.11.aWer hat bisher den Schulmeister bestellt? Auf welche Weise?

die Hausvätter des dorffs, nachdem er dem Pfarrer am Examen mit den Schuhlpretendenten in ihrer Gegenwart eingenohmen worden

III.11.bWie heißt er?

Hs Jacob Kradolfer

III.11.cWo ist er her?

Nur dem Kehr, einem Hof, der Pfarr Bußnang

III.11.dWie alt?

27 Jahre

III.11.eHat er Familie? Wie viele Kinder?

Er ist seit einem Jahr verheürathet, und hat 1 Kind

III.11.fWie lang ist er Schullehrer?

2 Jahre

III.11.gWo ist er vorher gewesen? Was hatte er vorher für einen Beruf?

bey seinen Elteren, bey denen Er auser der Schuhl in ihrer haüslichen Arbeit an die Hand geht

III.11.hHat er jetzt noch neben dem Lehramte andere Verrichtungen? Welche?

||[Seite 3] Er gibt sich lediglich mit der Schuhl ab, und neben derselben ist er dem bürger, bey welchem Er an die Kost geht, in seinen haüslichen Geschäften, behülflich

III.12Schulkinder. Wie viele Kinder besuchen überhaupt die Schule?

Knaben 7 Mädchen 11 [Summa] 18

III.12.aIm Winter. (Knaben/Mädchen)
III.12.bIm Sommer. (Knaben/Mädchen)
IV. Ökonomische Verhältnisse.
IV.13Schulfonds (Schulstiftung)
IV.13.aIst dergleichen vorhanden?

Ja

IV.13.bWie stark ist er?

Jst mir unbewusst, weil niemahls zur Schuhlverhandlung eingeladen worden

IV.13.cWoher fließen seine Einkünfte?

Die Hausvätter haben solchen nach, und nach zu sammengeschosen, und ist derselbe von Zeit zu Zeit durch ein Legata in etwas vermehrt worden, dazu kommt noch von einem guten Freund, ein etwelches Geschenk, demselben alljährlich zu statten.

IV.13.dIst er etwa mit dem Kirchen- oder Armengut vereinigt?

Nein

IV.14Schulgeld. Ist eines eingeführt? Welches?

Es ist eine freyschuhl.

IV.15Schulhaus.
IV.15.aDessen Zustand, neu oder baufällig?

Es ist keine eigentliche Schuhlstube, sonder es wird eine solche aus dem Schuhlfond, bey irgend einem bürger zu Hosenruck mit um einen gewisen Zins für den Winter gemietet

IV.15.bOder ist nur eine Schulstube da? In welchem Gebäude?
IV.15.cOder erhält der Lehrer, in Ermangelung einer Schulstube Hauszins? Wie viel?
IV.15.dWer muß für die Schulwohnung sorgen, und selbige im baulichen Stande erhalten?
IV.16Einkommen des Schullehrers.

An Geld bekommt er wochentlich aus dem Schuhlfond 24 bz. woraus Er sich selbst verköstigen muß.

IV.16.AAn Geld, Getreide, Wein, Holz etc.
IV.16.BAus welchen Quellen? aus
IV.16.B.aabgeschaffenen Lehngefällen (Zehnten, Grundzinsen etc.)?
IV.16.B.bSchulgeldern?
IV.16.B.cStiftungen?
IV.16.B.dGemeindekassen?
IV.16.B.eKirchengütern?
IV.16.B.fZusammengelegten Geldern der Hausväter?
IV.16.B.gLiegenden Gründen?
IV.16.B.hFonds? Welchen? (Kapitalien)
Bemerkungen
Schlussbemerkungen des Schreibers
Unterschrift

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